Winternacht
Auf rauhen Äckern liegt der Schnee
Ruinenmauern wittern in der Ferne
der volle Mond perlt weiß vom blauen Himmelssee
dein klammer Kragen fängt das kalte Licht der Sterne
Die Dunkelheiten nahn - du hast dich Gott befohlen
es knirscht dein Schritt auf harschen Schneekristallen
du gräbst die Stiefelspur mit eisessteifen Sohlen
dein Herz voll Angst läßt seine Rüstung fallen
Dreh dich nicht um, wenn dich die Häscher hetzen
in allen Furchen siehst du Gräberschatten
hörst gar den bösen Schnitter schon die Sense wetzen
Die Nacht verfliegt, am Himmel fliehn die Sterne
mit zager Hand raffst du den Mantelkragen
raffst letzten Mut, dich rasch nach Haus zu wagen
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